Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Geothermieanlage
Geothermieanlage
(Foto/Abb.: svitdoll / Fotolia.com)
Unter der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versteht man Anlagen, die neben der Stromerzeugung gleichzeitig auch die hiermit in Verbindung stehende warme Abluft nutzen können. Hierdurch wird erreicht, dass sich der Nutzungsgrad derartiger Anlagen stark erhöht und somit natürlich Brennstoff eingespart werden kann. Der gesamte Wirkungsgrad steigt somit auf 60-70 Prozent an, die Stromgewinnung hingegen sinkt leicht.

Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung kann grundsätzlich mit jedem Brennstoff genutzt werden, deren Temperaturen 210 Grad übersteigen. Neben den konventionellen, endlichen Rohstoffen wie Kohle, Erdgas und Erdöl können derartige Anlagen auch mit Biogas, Klärgas, Deponiegas, Pflanzenöl, Bioethanol, Solarthermie, Geothermie, Holz oder Pellets genutzt werden. Letztere Energieträger haben den Vorteil, dass sie nicht endlich sind und somit nachhaltig zur Verfügung stehen; hier wird also Ökostrom auf KWK-Basis erzeugt.

Anlagen, die die Kraft-Wärme-Kopplung nutzen, sind mittlerweile sehr verschieden. So gibt es sehr kleine Anlagen, die lediglich die Strom- und Wärmegewinnung für ein Einfamilienhaus sicherstellen. Größere Anlagen hingegen erreichen die Versorgung von kleinen Wohngebieten. Selbst Großanlagen, die für die Fernwärmeversorgung eingesetzt werden, sind mittlerweile aktiv.

Ebenso wie der Bau alternativer Kraftwerke werden auch Kraft-Wärme-Anlagen gefördert. Voraussetzung für die Förderung ist jedoch der Einsatz alternativer Energieträger, um in naher Zukunft auf Erdöl und Erdgas verzichten zu können.

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