Die Nachtspeicherheizung lädt nachts Wärme nach

Die Nachtspeicherheizung ist eine elektrisch betriebene Heizung, die mit einem Wärmespeicher ausgestattet ist. In Schwachlastzeiten - das heißt in Zeiten, in denen die Stromnachfrage gering ist - wird der Wärmespeicher aufgeheizt. Meistens ist das nachts der Fall, weshalb man auch von Nachtstrom spricht. Dieser wird im Gegensatz zum Normaltarif günstiger angeboten, weshalb er auch Niedertarif genannt wird.

Stromtarife für Nachtspeicherheizungen

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Die Geschichte der Nachtspeicherheizung

Auf den Markt kamen die ersten Nachspeicherheizungen in den 1950er/1960er Jahren und wurden als preiswerte Alternative zu Öl- und Kohleöfen beworben. Damals wurde die Nachtspeicherheizung staatlich subventioniert und steuerlich begünstigt, was zu ihrer großen Beliebtheit und Verbreitung beigetragen hat. Über Jahre hinweg konnte mit der Nachtspeicherheizung relativ günstig geheizt werden.

Das wachsende Umweltbewusstsein, die steigenden Strompreise sowie die Stromsteuer haben jedoch dazu geführt, dass Nachtspeicherheizungen nicht mehr als zeitgemäß angesehen werden und man sie meist nur noch in älteren Gebäuden findet. Der Kostenvorteil des einst billigen Heizstroms ist ebenfalls zu einem Teil verschwunden. Dennoch gibt es für Besitzer solcher Heizungen die Möglichkeit, durch einen Anbieterwechsel Geld zu sparen. In den meisten Gebieten stehen mehrere Lieferanten zur Auswahl.

Im September 2010 hatte das Bundeskartellamt in seinem Bericht Heizstrom - Marktüberblick und Verfahren die Ära der Nachtspeicherheizung für beendet erklärt: Nach und nach sollten die elektrische Nachtspeicherheizung außer Betrieb genommen werden. Nach nur wenigen Jahren wurde das Verbot jedoch wieder gekippt.

Die Problematik der Nachtspeicherheizung

Strom zu verheizen kommt einer Abwertung der kostbaren Energiequelle gleich. Denn die Umwandlung von Strom in Wärme ist mit großen Energieverlusten verbunden. Von Verbraucherschützern und Umweltverbänden wird daher schon seit geraumer Zeit auf die klimaschädliche Wirkung der Nachtstromtarifen hingewiesen. Selbst der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) stuft die Nachtspeicherheizung als ineffizient ein und empfiehlt alternative Heizungsformen. Heizwärme kann beispielsweise günstiger und umweltschonender durch Kraft-Wärme-Kopplung, aus Holzpelletöfen, modernen Gas-Brennwertheizungen oder Solaranlagen gewonnen werden.

StromkostenerhöhungWegen steigenden Nachtstrompreisen sind Nachtspeicherheizungen heute ein Auslaufmodell.© Martin Saure / Fotolia.com