zurück Stromtarife.net Nachtstrom ist ein Auslaufmodell

Teuer und ineffizient: Nachtstrom ist ein Auslaufmodell

Nachtstrom wird in erster Linie zum Heizen verwendet. Dabei wird der Begriff synonym zu den Begriffen Nachtspeicherstrom, Heizstrom oder Niederstrom gebraucht. Mit Nachtstrom können z.B. Nachtspeicherheizungen, die nachts mit Hilfe von Strom "aufgeladen" werden und die Wärme tagsüber abgeben, günstig betrieben werden - zumindest theoretisch. Denn die Preise für Nachtstrom sind in den letzten Jahren so sehr angestiegen, dass das Heizen mit Nachtstrom sehr teuer geworden ist.

Abgerechnet wird Nachtstrom mithilfe eines Zweitarifzählers, der den Stromverbrauch in Hoch- und Niedertarifzeiten aufschlüsselt. Während tagsüber der Hochtarif berechnet wird, wird nachts über den etwas günstigeren Niedertarif abgerechnet.

Geringe Auswahl an Nachtstrom Tarifen

Nachtstrom-Kunden haben es oft schwer, den Stromanbieter zu wechseln. Es ist nicht einfach, einen alternativen Stromanbieter zu finden, der Nachtstrom anbietet, da Niederstromtarife ein unrentables Geschäft sind. Aus diesem Grund werden Nachtstrom-Tarife überwiegend von den lokalen Grundversorgern vertrieben. Als marktbeherrschende Anbieter können diese problemlos die Strompreise in die Höhe treiben. Den Kunden bleibt dabei oft keine andere Wahl, als die Preiserhöhungen zähneknirschend zu schlucken.

Nachstrom
(Foto/Abb.: obs/co2online gGmbH)

Heizen mit Nachtstrom ist teuer und klimaschädlich

Strom zur Wärmeerzeugung zu nutzen, ist die teuerste und gleichzeitig klimaschädlichste Art zu heizen. Dabei steigen nämlich nicht nur die Heizkosten, sondern auch die CO2-Emissionen. Ein Beispiel: Beim Heizen mit Nachtstrom stößt man die doppelte Menge an CO2 aus, die das Heizen mit einer Ölheizung erzeugen würde. Nachdem das Heizen mit Strom der Umwelt schadet und gleichzeitig die Stromrechnung in die Höhe treibt, wird dringend empfohlen, sich über Alternativen zu Nachtstrom Gedanken zu machen und auf ein günstigeres Heizmodell umzusteigen.