Energiesparen im Haus

Die Heizkosten haben sich in en vergangenen zehn Jahren verdoppelt - und werden weiterhin steigen, daran besteht kaum ein Zweifel. Das Energiesparen wird deshalb immer wichtiger - und hier liegt viel Potenzial in der Luft, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn alleine durch richtiges Heizen und Lüften kann ein Vier-Personen-Haushalt bis zu 800 Euro Heizkosten und Stromgeld sparen - im Jahr wohlgemerkt!

Darauf macht die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) aufmerksam, deren Berechnung hinsichtlich der Heizkosten auf der Annahme eines unsanierten Einfamilienhauses mit 150 Quadratmetern Wohnfläche bei angenommenen Heizkosten von jährlich 2700 Euro basiert. Bei den Heizkosten geht die dena von einem Verbrauch von 4500 Kilowattstunden im Jahr bei einem Strompreis von 20 Cent je Kilowattstunde aus.

Angesichts dieser Zahlen ist klar, dass man mit Energiesparen im Haus richtig viel Geld sparen kann. Einige Tipps haben wir Ihnen auf dieser Seite zusammengestellt.

Richtige Raumtemperatur wählen

Die optimale und angenehme Raumtemperatur liegt in Wohnräumen bei 19 bis 20 Grad und sollte in der Nacht um vier Grad abgesenkt werden. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um ca. sechs Prozent - Geld, das sich problemlos sparen lässt. Schlafzimmer und Flure können deutlich kühler sein - jedoch nicht unter 16 Grad, sonst könnte Feuchtigkeit an den Außenwänden kondensieren. Tagsüber sollten die Türen zwischen warmen und kühlen Räumen geschlossen gehalten werden. Beim Verlassen der Wohnung sollte die Heizung nur runtergeregelt, aber nicht komplett ausgeschaltet werden (Quelle: dena).

Eigenen Strom erzeugen

Ebenfalls langfristig sehr effektiv ist es, sich seinen Strom selbst herzustellen. Eine Möglichkeit besteht darin, sich Solarzellen auf dem Dach installieren zu lassen. Somit kann man seinen Stromverbrauch komplett selbst regulieren und ist zumindest nicht mehr gänzlich auf Stromanbieter und deren Strompreise angewiesen.

Sinnvoll Lüften

Beim Dauerlüften über gekippte Fenster geht viel Energie verloren. Besser mehrmals täglich Stoßlüften - im Winter 5-10 Minuten und dabei die Heizkörperventile schließen. Geschlossene Gardinen oder Rollläden schützen vor Wärmeverlusten in der Nacht (Quelle: dena)

.
Mehrfachstecker

Mehr Stromspartipps

Weitere Tipps zum Strom sparen und damit zum Energiekosten senken finden Sie auf den folgenden Seiten:

Bewegungsmelder sparen Energie

Der Weg zum Haus sollte unbedingt beleuchtet werden, um auch bei Dunkelheit absolute Sicherheit beim Laufen zum Tor und zurück zu gewährleisten. Allerdings kostet es sehr viel Strom, die ganze Zeit eine Lampe brennen zu lassen. Ein Bewegungsmelder löst das Problem, da durch ihn nur dann Licht abgegeben wird, wenn es auch wirklich gebraucht wird. Ein so genannter Kleintierunterdrücker sorgt dafür, dass nicht bereits die Bewegung von Mücken oder herunterfallenden Blättern ausreicht, um den Bewegungsmelder zu aktivieren.

Familie vor HausWer in Sachen Wohnung oder Haus das Energiesparen nicht vernachlässigt, hat gut lachen - und mehr Geld im Portemonnaie!© Kzenon / Fotolia.com

Wärmestau vermeiden

Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können. Deshalb dürfen sie nicht durch Vorhänge oder Möbel verstellt werden. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll (Quelle: dena).

Tageslicht

Man sollte möglichst lange das Tageslicht nutzen und nicht bereits am Nachmittag die Lampen einschalten. Hierbei ist es sinnvoll, dekorative Vorhänge nicht zu lange zugezogen zu lassen, damit die Sonne länger ins Zimmer scheinen kann.

Heizkörper entlüften

Heizkörper können nicht optimal funktionieren, wenn sich Luft in ihnen angesammelt hat. Mit einem Entlüftungsschlüssel aus Baumarkt oder Fachhandel lässt sich der Heizkörper schnell entlüften (Quelle: dena).

Standby-Modus ausschalten

Wer bei Fernseher und Co. den Standby-Modus ausschaltet, kann bei einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde jährlich etwa 70 Euro einsparen. Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste lassen sich Geräte, die nicht gebraucht werden, besonders leicht abschalten (Quelle: dena).

Fenster kontrolliert öffnen

Die Fenster sollten niemals bei laufender Heizung geöffnet werden. Die Energie wird sonst zum Heizen der Natur verwendet.

Thermostatventile einsetzen

Die Ventile sorgen dafür, dass sich die Leistung der Heizkörper an der Raumtemperatur orientiert. Das verhindert ein Überheizen der Räume (Quelle: dena).

Heizungs-Einstellung

Wenn Heizkörper "gluckern" oder Wärme ungleichmäßig abgeben, ist meist die Heizungsanlage falsch eingestellt. Der Einbau einer stärkeren Heizungspumpe oder eine Erhöhung der Vorlauftemperatur ist in solchen Fällen ein weit verbreitetes Mittel, führt aber zu einem höheren Energieverbrauch und steigenden Kosten. Besser: eine gründliche Heizungs-Überprüfung vom Fachmann. Mit einem sogenannten "hydraulischen Abgleich" sorgt er dafür, dass sich das Heizungswasser gleichmäßig verteilt und alle Räume bedarfsgerecht mit Wärme versorgt werden (Quelle: dena).

Wärmedämmung

Es kostet eine ganze Menge, sein Haus mit einer Wärmedämmung zu versehen. Man sollte daher gut gegen rechnen, wie viel Strom durch eine fehlende Dämmung verloren geht. Sind die Kosten für eine Dämmung langfristig geringer, so sollte man sich eine anschaffen, denn diese ist nicht nur sparsam sondern auch umweltfreundlich.

Rohrleitungen dämmen

Laufen Heizungsrohre durch kalte Räume - z.B. im Keller - kühlen sie aus und verlieren einen Teil der zuvor erzeugten Wärme. Eine Dämmung der Warmwasserleitungen im Keller sorgt dafür, dass die Wärme möglichst verlustfrei die Heizkörper erreicht (Quelle: dena).

Dachrinnenheizung

Für viele Häuser ist es sinnvoll, die Dachrinne vor Frost und Kälte durch eine Heizung zu schützen. Man sollte den Betrieb der Heizung jedoch auf das aktuelle Wetter ausrichten und sie nicht den gesamten Winter durchlaufen lassen.

Fenster und Türen abdichten

Durch undichte Türen und Fenster schleichen sich Feuchtigkeit und Kälte in Haus und Wohnung. Einfache und effektive Abhilfe gegen feuchte Zugluft bieten selbstklebende Dichtungen zum Abdichten von Fenstern und Türen, die man im Baumarkt bekommt (Quelle: dena).

Fenster abdichten

Undichte Fenster machen das Haus im Winter nicht nur unangenehm kalt, sie verursachen auch hohe Stromkosten. Man sollte die Fenster daher entweder austauschen lassen oder sie mit handelsüblichen Dichtklebern verschließen.

Energiesparlampen verwenden

Wer Energiesparlampen nutzt, kann seine Stromkosten für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken. Als Faustregel gilt: Ersetzt man eine 60 Watt Glühlampe durch eine 11 Watt Energiesparlampe - kann man über die gesamte Lebensdauer der Lampe 90 Euro Stromkosten einsparen. Obwohl Glühlampen im Vergleich deutlich billiger sind, erweisen sich Energiesparlampen aufgrund ihrer längeren Lebensdauer und ihres deutlich geringeren Stromverbrauchs auf lange Sicht als wesentlich günstiger (Quelle: dena).

Wintergarten

Wer sich einen Wintergarten zulegen möchte, sollte sich sehr gut beraten lassen. Denn nur ein fachgerecht gebauter Wintergarten wird nicht zum Stromschlucker. Ein Wintergarten der beheizt werden muss, ist nicht effektiv und sollte daher gar nicht angeschafft werden.

Effiziente Heizungspumpe

Auch Öl- oder Gasheizungen verbrauchen in der Regel Strom - oft sogar viel mehr als nötig. Verantwortlich ist die Umwälzpumpe, die das erwärmte Heizwasser auf die Heizkörper verteilt. Wird die alte Heizungspumpe gegen ein energieeffizientes Model eingetauscht, kann das Jahr für Jahr etwa 60 Euro sparen - bei einer angenommenen Kühl- und Gefrierkombination mit 270 Liter-Volumen und einem Strompreis von 20 Cent/kWh (Quelle: dena).

Stromanbieter wechseln

Man sollte sich in jedem Fall informieren, ob das Angebot des persönlichen Stromanbieters für einen wirklich das Beste ist. Mit dem Wechsel des Stromanbieters kann man unter Umständen sehr viel Geld sparen. Nutzen Sie unseren kostenlosen Stromvergleich, um einen günstigen Anbieter zu finden.