Nachtstromtarife werden gesondert berechnet

Nachtstromtarife sind spezielle Tarife, die von Stromanbietern für so genannten Nachtspeicherstrom angeboten werden. Mit diesem Strom, der zu einem niedrigeren Preis berechnet wird, können Nachtspeicherheizungen nachts aufgeladen oder etwa Heißwasserspeicher betrieben werden. Die Nachtstromtarife werden dabei über einen Zweitarifzähler erfasst, der zu Schwachlastzeiten auf den günstigeren Tarif umspringt. Meist gelten die Nachtstromtarife zwischen 22 und sechs Uhr, doch die Zeit kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Die Nachtstromtarife sind in den letzten Jahren einvernehmlich mit den Strompreisen stark gestiegen. Die Annahme aus den 70er Jahren, das Heizen mit Nachtspeicherheizungen sei umweltfreundlich und wegen der günstigen Nachtstromtarife besonders billig, gilt daher nicht (mehr).

Günstige Nachtstromtarife finden auf Stromtarife.net

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Für wen lohnen sich Nachtstromtarife?

Das Heizen mit Nachtspeicheröfen ist vergleichsweise teuer und wenig zeitgemäß. Neben stetigen Preiserhöhungen für Strom im Allgemeinen fielen zudem nach und nach Subventionen für Nachtspeichersysteme weg, so dass heute die Stromheizung selbst zu Nachtstromtarifen vergleichsweise teuer ist. Wer allerdings seine alte Speicherheizung nicht austauschen kann oder will, der tut natürlich erst recht gut daran, sich unter den Nachtstromtarifen umzusehen. Alternativ wäre zu überprüfen, ob nicht ein Umstieg auf einen günstigen Haushaltsstrom-Anbieter möglich ist. Die Verbraucherzentrale NRW hat Anfang 2015 etwa ermittelt, dass sich die Zahl der alternativen Anbieter in den fünf größten Städten Nordrhein-Westfalens mindestens verdoppelt hat. Im Vergleich zu früher, wo meist nur der Grundversorger hier eigene Tarife anbot, kann man heute also schon zwischen einigen Anbietern wählen.

Strom-TarifrechnerNachtstromtarife waren mal günstig. Doch diese Zeit ist vorbei, denn die Preise stiegen wie die gewöhnlichen Strompreise.© Maria.P / Fotolia.com

Als Mieter an Nachtstromtarife gebunden?

Besitzer von Wohnungen, in denen noch Nachtspeicherheizungen installiert sind, scheuen oft die Investition in ein neues Heizsystem. Auch als Mieter kann man jedoch grundsätzlich den Stromanbieter wechseln, wenn ein eigener Stromzähler vorhanden ist. Der Anbieterwechsel für Nachtstromtarife ist wie erwähnt mittlerweile möglich, daher lohnt auch der Vergleich. Ist kein eigener Zähler vorhanden und rechnet der Vermieter pauschal ab, kann man ihn vielleicht zu einem Anbieterwechsel überreden. Ansonsten kann nur der energiesparende Betrieb einer Nachtspeicherheizung die Kosten durch Nachtstromtarife eindämmen. Mithilfe eines Zentralreglers kann die Aufladung der Geräte der Witterungslage angepasst werden und übermäßiger Energieverbrauch in Übergangsphasen vermieden werden. Der Neubezug einer Wohnung mit Nachtspeicherheizung sollte gut überdacht werden.