Ökostrom aus Wasserkraft

Wasser ist nicht nur das wohl wichtigste Nahrungsmittel überhaupt, es kann auch zur Erzeugung von Strom genutzt werden und steht quasi immer zur Verfügung. Durch das fließende Wasser können Stromturbinen angetrieben werden, die elektrische Energie erzeugen. Dieser Ökostrom kann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. In Zeiten geringer Nutzung durch die Verbraucher kann der Strom auch gespeichert werden, um ihn später einsetzen zu können. Auch Gezeitenkraftwerke gehören zu den Wasserkraftwerken; in ihnen wird aus den Bewegungen von Ebbe und Flut Energie produziert.

WasserfallDie Kraft des Wassers nutzen Menschen seit langer Zeit.© Thomas Reimer / Fotolia.com

Die Wasserkraft gehört im Bereich der erneuerbaren Energien zu einem der wichtigsten Energieträger, wenn auch nicht unbedingt in Deutschland. Vor allem in den nordischen Ländern wird die Wasserkraft bereits ausgiebig genutzt, Norwegen kann sogar fast 100 Prozent der benötigten Stromanteile durch Wasserkraft abdecken.

In Deutschland schwankt der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung; zwischen 1990 und 2014 wurden meist zwischen drei und vier Prozent des benötigten Stroms im Jahr durch Wasserkraft erzeugt. In bestimmten Regionen können bereits heute etwa 15 Prozent der Energie so erzeugt werden. Auch größere Energiekonzerne forschen am weiteren Ausbau der Wasserkraft. Größere Wasserkraft-Projekte haben übrigens nicht zwangsläufig einen guten Ruf: Riesige Stauanlagen bringen ökologisch auch Nachteile mit sich.