Strom aus Windenergie (Windstrom, Windkraft)

Die Windenergie ist der Bereich der erneuerbaren Energien, der in den letzten Jahren wohl am stärksten gewachsen ist. Bereits seit dem Altertum nutzen die Menschen die Windenergie, um mit ihr beispielsweise Windmühlen zu betreiben.

Heute wird Windenergie vor allem durch den Einsatz von Windkraftanlagen erzeugt, die mit den konventionellen Mühlen kaum noch etwas gemeinsam haben. Der Wind treibt auch bei den Windkraftanlagen die Rotorblätter an, die hierdurch Ökostrom erzeugen. Diese Energie wird anschließend an das allgemeine Stromnetz weitergeleitet und kann so vom Endverbraucher genutzt werden.

WindkraftanlagenNicht immer unumstritten, gehören Windräder jedoch längst zum Landschaftsbild.© toddarbini / iStockphoto.com

Windkraftanlagen findet man zumeist in größeren Windparks, die nicht selten 50-100 Windkraftanlagen zusammenfassen. Wichtig für derartige Windparks ist natürlich der Standort, denn nur wo Wind ausreichend und möglichst ausdauernd bläst, kann genügend Strom erzeugt werden, damit sich die Anlage rechnet. Da die meisten guten Standorte an Land bereits genutzt werden, wird immer häufiger das offene Meer als Alternative genutzt.

Die Windenergie deckte 2014 etwa 8,6 Prozent der gesamten Stromversorgung in Deutschland ab. Dabei spielt Offshore-Windkraft nur eine geringe Rolle, die meiste Energie wird an Land erzeugt. Da Wind jedoch nicht zu jeder Zeit gleich bläst, stellt sich die gleiche Herausforderung wie etwa bei der Solarenergie: Wie kann man den Strom effektiv verteilen? Wie kann man die erzeugte Energie speichern? Und welche anderen Energiequellen sind geeignet, eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten, solange das noch nicht ausreichend möglich ist?