Beim Heizen mit Wärmepumpenstrom kommt es auf die Effizienz an

Wärmepumpen, die unter Verbrauch von Strom einem Außenmedium Energie entziehen und damit heizen, gelten als neue Lösung für umweltfreundliches Heizen. Deshalb werden sie auch in vielen Neubauten als Heizmedium gewählt. Die Wärmepumpe entzieht ihrer Umgebung, also dem Grundwasser, dem Erdreich oder der Luft, Wärme und pumpt sie in einen Heizkörper im Innenraum. Dabei funktioniert sie ähnlich dem Prinzip eines umgekehrten Kühlschranks – und verbraucht dementsprechend mehr Strom, je mehr Leistung sie bringen muss. Wie umweltfreundlich also die Nutzung von Wärmepumpenstrom letztlich ist, muss für jedes System einzeln betrachtet werden.

Hat man sich für eine Wärmepumpe entschieden, sollte man unbedingt überprüfen, welcher Anbieter vor Ort der günstigste ist. Mittlerweile hat man in fast jedem PLZ-Gebiet mehrere Tarife zur Auswahl.

Wärmepumpenstrom: Tarife im Vergleich

Was für eine Heizung haben Sie?

Haben Sie einen eigenen Zähler für Heizstrom?

Wie wird der Heizstrom gemessen?

Postleitzahl und Verbrauch pro Jahr?

Ist das Heizen mit Wärmepumpenstrom ökologisch?

Die ökologische Bilanz des Heizens mit Wärmepumpen ist umstritten, da ihrer Leistung ein nicht geringer Teil an Wärmepumpenstrom zugrunde liegt. Je größer der Anteil daran, desto weniger ökologisch sinnvoll ist die Wärmepumpe. Ob eine Wärmepumpe zu viel Strom verbraucht, lässt sich an der Jahresarbeitszahl ablesen. Sie gibt die Energieeffizienz der Wärmepumpe an, sprich den Anteil an genutztem Wärmepumpenstrom im Vergleich zur abgegebenen Wärme der Wärmepumpe. Bei einer Jahresarbeitszahl ab 3 oder 4 (je nach Quelle) gilt der Betrieb einer Wärmepumpe als effizient. Wichtig bei der Beurteilung einer Wärmepumpe ist auch die Art der Jahresarbeitszahl: Messungen direkt hinter der Wärmepumpe fallen natürlich höher aus als Messungen an der Heizung im Innenraum.

StrompreisvergleichBei Wärmepumpenstrom gibt es mehrere Anbieter. Aber nicht nur das macht am Ende die monatlichen Kosten aus. © Tobias Kaltenbach / Fotolia.com

Mit dem richtigen System Wärmepumpenstrom sparen

Der Anteil an Wärmepumpenstrom sollte beim Heizen so gering wie möglich gehalten werden, denn Strom ist heute teurer denn je. Interessant sind also Berichte zur Effizienz von Erd-, Grundwasser- und Luftwärmepumpen im Vergleich. Erdwärme- und Grundwasserpumpen schneiden in der Regel besser ab, was ihre Energiebilanz betrifft. Bei der Erdwärmepumpe spielt auch ihre Ausgestaltung (Flächenkollektoren oder Erdsonde) eine wichtige Rolle. Je höher die Differenz zwischen der Umgebungstemperatur und der zu erzielenden Innentemperatur ist, desto mehr Wärmepumpenstrom ist für den Betrieb nötig. Luft-Wärmepumpen sind oftmals daher weniger effizient, da sie empfindlicher auf einen Temperaturabfall außen reagieren und weniger Wärme aus der Umgebung ziehen können.